Divinity: Original Sin

Divinity: Original Sin 1.0.81

Wachablösung für Baldur's Gate?

Die Gaming-Szene feiert Divinity: Original Sin bereits als neues Wunderkind des Rollenspielgenres. Der belgische Entwickler Larian, der unter anderem Ego Draconis und Dragon Commander herausbrauchte, richtet sich mit Original Sin an alle Gamertypen. Einizg im Screenplay ergeben sich Schwächen. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • ausgezeichnetes Kampfssystem
  • großartiger Humor in den Dialogen
  • große spielerische Freiheit
  • Spieler entwickelt Charakteren selbst

Nachteile

  • lahme Story
  • unübersichtliches Inventarsystem

Ausgezeichnet
9

Die Gaming-Szene feiert Divinity: Original Sin bereits als neues Wunderkind des Rollenspielgenres. Der belgische Entwickler Larian, der unter anderem Ego Draconis und Dragon Commander herausbrauchte, richtet sich mit Original Sin an alle Gamertypen. Einizg im Screenplay ergeben sich Schwächen.

Der Funke an Kreativität

Divinity: Original Sin startet mit zwei Charakteren, die der Spieler kreiert. In der Welt von Original Sin geht es um Magie, die als "die Quelle" bezeichnet wird. Sie stellt die Balance wieder her, um die Welt zu retten. Die Story kling alles andere als neu. Glücklicherweise überzeugt das Rollenspiel mit einer großen Zahl an Dialogen und Charakteren. Auch der Humor des Spiels ist nicht zu verachten.

Für die beiden Charakteren stehen etliche Optionen zur Auswahl wie zum Beispiel ein Moralsystem oder Bücher, mit denen die Charaktere ihr Wissen über das Universum vertiefen. Die Spielmechanismen und die große Freiheit für den Spieler erinnern an Klassiker wie Baldur's Gate. Allerdings fehlt Divinity: Original Sin der Funke an Kreativität, der aus einem guten ein besonderes Spiel macht.

Aufregende Kämpfe und umfangreiche Dialoge

Die enorme Auswahl an Eigenschaften spielt eine große Rolle in Divinity: Original Sin. In den Dialogen oder beim Erkunden der Karte kommt es auf Intelligenz und Wahrnehmung an. Das erinnert sehr an Rollenspiele wie Fallout. Passend hierzu steht die Entwicklung der Charaktere auch im Fokus des Kampfsystems.

Obwohl Original Sin alle Eigenschaften für ein Hack'n'Slash-Spiel mit sich bringt, erwartet den Gamer ein tiefgreifendes rundenbasiertes Rollenspiel. Abhängig von ihrer Positionen sind die Spieler nach und nach an der Reihe. Das hört sich zunächst wenig dynamisch an. Doch Divinity: Original Sin fordert die Kreativität des Spielers und verlangt auch in den aufregenden Kämpfen sein ganzes taktisches Können.

Der Schwerpunkt von Divinity: Original Sin liegt jedoch nicht auf dem Kämpfen. Dafür fallen die Multiple-Choice-Dialoge, herausfordernden Rätsel und das Crafting-System zu umfangreich aus. Lediglich das Inventarsystem gibt Punktabzug. Die unübersichtliche Kategorien erinnern an die dunkelsten Stunden des RPG-Genres in den 1990er Jahren.

Flüssige Technik

Obwohl Divinity: Original Sin eine saubere und detailreiche Grafik besitzt, fehlt es auch hier etwas am Außergewöhnlichen. Die Animationen wirken in den realistischen Szenarien jedoch sehr lebendig. Der Sound überzeugt und sorgt für die richtige Atmosphäre. Das gilt auch für die gelungene Synchronisation.

Fazit: exzellentes RPG ohne Wow-Effekt

Insgesamt fällt das Urteil zu Divinity: Original Sin positiv aus. Die große spielerische Freiheit, die Multiplayer-Kooperationen sowie das Kampfsystem sorgen für viel Spielspaß. Abgesehen von der lahmen Story und Abstrichen beim Inventarsystem ergibt sich ein exzellentes Rollenspiel. Es fehlt ledliglich der letzte Schuss an Eigenständigkeit für einen wirklich herausragenden Titel.

Das Beste zum Schluss: Larian spendierte dem Spiel einen Editor. Damit erstellen die Spieler Mods und Erweiterungen für Divinity: Original Sin. Das dürfte die Fangemeinde noch einmal vergrößern.

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